Wir wurden morgens um sieben von unserem Guide am Hostal abgeholt und fuhren kurz darauf los nach Machupicchu! Die neun stündige Fahrt über die Berge war anstrengend wollte einfach nicht enden. Um 16Uhr schließlich kamen wir in Hidroelektrika an, von wo aus wir mit unseren mittlerweile gut 22kg schweren Rucksäcken fast drei Stunden leicht bergauf nach Aguas Calientes - dem touristischen Ausgangspunkt eines jeden Machupicchu reisenden - wanderten.
Entlang den Bahnschienen der PeruvianRail ging es ungeplant ohne Guide, im Tal durch eine malerische Dschungellandschaft, die vom Getöse eines reißenden Flusses erfüllt ist!
Das letzte Stück Weg legten wir in völliger Dunkelheit zurück und kamen relativ entkräftet an unserem Hostal an.
Am nächsten Tag waren wir wie geplant um 6Uhr morgens an der Bushaltestelle und warteten erfolglos auf unseren Guide. So beschlossen wir, die Sache nun selbst in die Hand zu nehmen, stiegen in den Bus und machten uns ohne Führung ein Bild von den beeindruckenden Inka-Ruinen! Anfangs noch von dicken Wolken verschlungen, gab sich die Stadt so mysteriös wie man sie von den Geschichten her kennt und gewährte den einströmenden Touristen nur wenig Einblicke. Das Wetter klarte sich jedoch binnen 1,5 Stunden auf und vom Wachhaus oben entfaltete sich die Stadt in ihrer ganzen ehemaligen Pracht vor unserem geistigen Auge!
Man kennt zwar die Bilder, doch persönlich die Ruhe und geheimnisvolle Atmosphäre in den Ruinen zu spüren ist einfach unbeschreiblich! Trotz hunderter Touristen, kann man sich frei bewegen und stößt nur selten auf Gegenverkehr.
Nach drei Stunden waren wir dann durch und fuhren mit dem Bus zurück nach Aguas Calientes, holten unsere Rucksäcke aus dem Hostel und aßen zu Mittag, bevor es dann in schlafendem Zustand mit dem Zug zurück nach Hidroelektrika ging. Dieses industrielle Nest in der wirklich hinterletzten Wallachei ist zwar nicht schön, aber von technischer Seite her beeindruckend, da hier Wasser von oben in einen ausgehöhlten Berg gepumpt wird, mit einem immensen Druck nach unten durch einen Generator fließt, über mehrere hundert Meter wieder nach oben gepumpt wird und so zur Stromerzeugung genutzt wird.
Wir stiegen müde aus dem Zug aus, setzen uns in den obligatorischen Mini-Bus und los ging die lange Fahrt zurück nach Cusco, wo wir gegen halb zehn Uhr abends wieder eintrafen!
Mittwoch, 26. Februar 2014
Machupicchu
Huayna Potosi Tag 3
Pünktlich um Mitternacht klingelte der Wecker, eine reine Katastrophe angesichts der Tatsache was uns für den heutigen Tag bevorstand! Nach einem schnellen Frühstück ging es los, Daniel ging es auch an diesem Tag nicht besser und so blieb er im Camp. Der Rest von uns zog mit Stirnlampe, Rucksack und Eisaxt den Berg hinauf!
Die ersten 3,5Kilometer ging es relativ steil immer im Slalom bergauf und waren recht gut zu meistern. Auf einer Höhe von 5600m bekam dann aber auch ich schließlich starke Kopfschmerzen. Da es von der Atmung her ging, taumelte ich mehr oder minder benommen von Schmerz weiter, versuchte mich auf die Musik in den Ohren zu konzentrieren und murmelte im Kopf diverse Mantras vor mich hin. Mit einigen aufmunternden Worten und mehreren Pausen als geplant erreichten wir dann den letzten Anstieg zum Gipfel, der mir dann noch völlig den Rest gab. Doch so kurz, 300m Weg und 150m Höhe, vor dem Ziel wollte ich nicht aufgeben und sammelte meine letzten Reserven bis wir schließlich zu dritt auf dem Gipfel standen!
Der Sonnenaufgang, der viele Schnee und die grandiose Aussicht bis zum Titicaca See und ins 32km entfernte Lichtermeer von La Paz, ließen mich den Kampf mit meinem inneren Schweinehund sofort vergessen! Einfach unglaublich und nicht in Worte zu fassen!
Nun ja, nach 15Minuten Pause ging es dann wieder zurück zum High Camp um dort die Anderen zu treffen und gemeinsam wieder im Base Camp anzukommen. Der Abstieg war für mich dann fast nur noch monotones abwärts stolpern, zwar ohne Schmerzen, aber mit Schwindelgefühl verbunden. Auch das wurde dann mit jedem Meter weniger und im 'Tal' auf 4300m angekommen war ich zwar ziemlich Platt aber Glücklich!
Daniel hingegen hatte auch noch die nächsten drei Tage mit der Höhenkrankheit zu kämpfen als wir schon in Cusco waren, doch davon später.
Zurück in La Paz checkten wir in einem ruhigen Hostal ein und verbrachten dort die Nacht.
Cusco Tag 3
Während ich bis 17Uhr an den Folgen der vergangenen Nacht litt, machte Daniel eine zwar geführte, aber aufregende Quad-Tour durch die angrenzende Umgebung von Cusco.
Dabei besuchte er ebenfalls einige Inka-Ruinen, fuhr stundenlang durch Matsch, über Stock und Stein, half bei der Motorradpanne einer schweizer Reisegruppe und sah schließlich noch, wie die Inka ein ganzes Tal zur Salzherstellung genutzt hatten. Diese Jahrhunderte alte Anlage ist auch heute noch voll funktionsfähig und in Betrieb!
Abends gingen wir in einem italienischen Restaurant essen und schließlich um Mitternacht zurück ins Hostal.
Das Valle Sagrado - heiliges Tal der Inkas
Nachdem er heute endlich wieder relativ fit war, zog Daniel es vor noch einen Tag zu entspannen und ging seinerseits nachmittags in Cusco auf Tour.
Ich fuhr um acht Uhr mit einem Mini-Bus los ins Valle Sagrado.
Was sich als typisch touristische Kaffeefahrt herausstellte, war einerseits ziemlich ätzend, andererseits sehr informativ was das Leben der Inka anging.
Wir führen verschiedene Orte an, an denen man sich ein eindrucksvolles Bild vom Leben und Wirken der Inka machen konnte, zudem gab es zahlreiche Gelegenheiten die wunderbare Landschaft fotografisch fest zu halten!
Abends war Daniel dann wieder fit, wir gingen Essen und waren bis zum Morgengrauen auf den Tanzflächen der verschiedenen Bars unterwegs!
Cusco
Um neun war die Nacht schließlich wieder zu Ende für mich.
Während Daniel noch weiter schlief, erkundete ich die Stadt.
Am der Playa de Armas (der Dreh- und Angelpunkt eines jeden größeren Dörfchens) wurde ich mal wieder sofort von sämtlichen Tour Operatorn belagert. So holte ich gleich Infos für die kommenden Tage ein, war frühstücken und genoss den Tag!
Irgendwann auf der Suche nach FlipFlops am anderen Ende der Stadt angekommen wurde mir zwar bewusst, dass ich mich verlaufen hatte, was mir noch nie zuvor passiert war und mich auch nicht sonderlich störte.
So trat ich dann gemütlich den vermeintlichen Rückweg durch die zahlreichen Gassen an und landete schließlich nach einigem Nachfragen mittags um 15Uhr wieder am Hostal.
Zusammen gingen wir dann ein Bier trinken in einem schönen Hinterhof und ließen den Abend auf uns zu kommen. Nachdem wir noch eine Kleinigkeit gegessen hatten waren wir an diesem Tag schon um 19Uhr!!! im Bett.
Von La Paz bis Cusco...
...buchte ich am nächsten Morgen einen Nachtbus!
Wieder ziemlich gut zu Kräften gekommen unternahm ich einige Streifzüge durch die Stadt und sah ein paar mal nach Daniel, der völlig geplättet im Bett darnieder lag.
Um 16Uhr schließlich fuhr unser Aus nach Cusco. Für die 13stündige Fahrt über Nacht waren die Schlafsitze genau das Richtige. An der Grenze nach Peru wurden wir der üblichen und uns schon bekannten Drogenkontrolle unterzogen, bekamen unseren Stempel im Pass und passierten die Grenze ohne Schwierigkeiten. Gegen halb neun gaben dann zwei Fahrgäste aus Ecuador ein spontanes kurzes Konzert mit Geige und Bogo-Trommeln. Zur Freude der meisten anderen Reisenden, hörten sie nach gut 15Minuten wieder auf, sammelten ihre Bolivianos ein und so ging die Reise schließlich um sechs Uhr morgens in einem Hostal in Cusco zu Ende!
Dienstag, 25. Februar 2014
Zwischenbericht
Aufgrund eines Software Fehlers konnten wir leider die letzten Tage nichts von uns hören lassen - wird aber dann demnächst nachgeholt!
Viele Grüße aus Aguas Calientes/Machu Picchu
Niko und Daniel!
Freitag, 21. Februar 2014
Huayna Potosi - Tag 2
Der Morgen begann um halb acht mit einem kleinen Frühstück. Daniel und den anderen drei Tour Teilnehmern steckte die Nacht ziemlich in den Knochen, da das Base Camp nur mit alten durch gelegenen Matratzen ausgestattet war. Eine Art Heizung gab es im Schlafraum ebenso nicht und so waren eigentlich alle bis auf die drei Guides und ich ziemlich antifit. Nach der nötigsten Katzenwäsche ging es an den ca. Sieben Kilometer langen Aufstieg zum High Camp auf 5130m. Mit Seeed im Ohr, guter Laune und Elan ging es mir leicht von der Hand, Daniel jedoch hatte immer mehr mit der Höhe und Kopfschmerzen zu kämpfen. Letztendlich biss er sich aber dermaßen durch und wir kamen nach 2,5 Stunden im Camp an. Nach dem Mittagessen legten wir uns alle schlafen.
Gegen 15Uhr war dann Kaffee Zeit, mit Keksen und Erdbeer Marmelade konnten wir den Zucker Haushalt wieder auffüllen.
Sonst hatten wir den Tag nichts mehr zu tun ausser später noch Abend zu Essen. Ein paar des Guides gingen auf dem Gletscher noch Skifahren, alle Teilnehmer jedoch zogen es vor zu schlafen, da wir um Mitternacht wieder aufstehen mussten.
Huayna Potosi - Tag1
Gut ausgeschlafen saßen wir um halb acht beim Frühstück im Hostel und versuchten ein zwei Tassen instant Kaffee zu genießen. Um kurz vor halb neun trafen wir beim Tour-Operator ein und bekamen gleich unsere Bergausrüstung. Kurz darauf ging es dann mit dem Mini-Bus auch schon los ins Base-Camp, wo wir alsbald mit einem guten Mittagessen versorgt wurden. Danach machten wir uns auf den Weg zum Gletscher, wo uns gezeigt wurde, wie man mit Spikes und Eis-Axt umgeht. Nach einem kurzen Auf- und Abstieg im Eis bekamen wir noch die Gelegenheit, unsere Künste im richtigen Eisklettern zu demonstrieren. Die ungefähr zehn Meter hohe senkrechte Wand hinauf, mit dem Seil gesichert und zwei Eispickeln in den Händen - wesentlich anstrengender als gedacht!
Auch dies hatten alle Teilnehmer (wir sind zu fünft) mit jeweils mehr oder weniger großem Erfolg geschafft. Der darauf folgende Abstieg zurück zum Base-Camp war reine Formsache. Dort wohlbehalten angekommen, bekamen wir heiße Getränke und Kekse, sowie ein schmackhaftes Abendessen serviert!
Nach einer kurzen Instruktion der Guides für den nächsten Tag, lagen wir alle um halb acht im Bett...man sollte die Höhe eben nicht unterschätzen...
Sonntag, 16. Februar 2014
Die Death Road
Völlig verkatert von der wilden Sause vergangene Nacht, standen wir Punkt acht Uhr auf der Matte um die Todes Straße an zu treten. 45Minuten ausserhalb von La Paz stiegen wir halb torkelnd auf 4500m aus dem kleinen Bus und bekamen ein gutes stärkendes Frühstück, während dem wir unsere Mit-Racer besser kennen lernten. Hernach zogen wir unsere Rüstung an und es ging los. Was sich während der ersten paar Kilometer auf asphaltierter Straße wie eine lustige kleine Fahrradtour anfühlte, entpuppte sich wenig später als enorme Herausforderung für unsere Psyche! Die Straße wurde zur puren, Feldweg ähnlichen Schotterpiste, stetig steil bergab führend und zur linken Hand direkt ohne Auslaufzone über 1000m abfallend! Anfangs nur maximal 3 Meter breit mit engen Serpentinen, gesäumt von Schlaglöchern, Hügeln, Matsch und Wasserfällen, wurde es Kilometerweise immer breiter und schneller, bis wir schließlich (dank des Adrenalins) mit fast halsbrecherischem Tempo eine Kurve nach der anderen nahmen und über Stock, Stein, Hügel und Löcher schanzten! Das ging auch lange gut, bis schließlich unser Guide in einer Kurve die Haftung verlor und einen Astreinen Abflug machte! Zu seinem Glück gegen die Felswand und nicht den steilen Abhang hinunter... Dies hielt uns allerdings nicht davon ab, weiter Gas zu geben. Entlang der steilen Schlucht und einigen Gedenk-Kreuzen konnten wir nach jeder Kurve ein atemberaubendes Panorama und einzigartiges Naturschauspiel genießen wie es kaum in Worte zu fassen ist!
Nach insgesamt 63km erreichten wir alle wohlbehalten das Ende der Death Road wo uns ein eiskalter erfrischender Liter Bier erwartete. Zusammen ging es dann in ein kleines Restaurant mit angrenzendem Swimming Pool und kalter Dusche. Das all you can eat-Buffet wurde von unserer Gruppe bis zum letzten Krümel geplündert und die Sonne sorgte für das restliche Wohlbefinden.
Gegen 18Uhr stiegen wir dann wieder in den Bus um die heimfahrt an zu treten. Da die eigentlich geplante Umgehungsstraße gesperrt war, fuhren wir nun in der Dämmerung und alsbald in Dunkelheit bergauf die Death Road zurück, was selbst im dunkeln noch für den ein oder anderen Kick sorgte!
Dank unseres fahrerisch sicheren Chauffeurs kamen wir um 21.30Uhr wieder am Hostel an, gönnten uns noch ein Survivor-Bier und fielen völlig geplättet ins Bett!
La Paz
Die Stadt des 'Friedens' begrüßte uns am nächsten Morgen mit strahlendem Sonnenschein! Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns daran die Stadt zu erkunden. Wie bereits erwähnt liegt die Stadt in einem Talkessel auf 3500m, was das Vorankommen durch das stetige bergauf bergab ziemlich mühsam macht. Die nächsten vier Stunden gingen für die Suche nach einer Filiale der Western Union flöten, da wir noch unser Hostel in Brasilien zahlen mussten. Erfolglos kämpften wir uns durch den Großstadt Jungel bis wir auf ein älteres Ehepaar trafen, welches gut englisch sprach und sich spontan dazu bereit erklärte uns zur nächsten Filiale zu bringen inklusive dolmetschen!
Als dies endlich erledigt war wussten wir die ganze Lebensgeschichte des Ehepaars und trennten uns mit großer theatralik, Händeschütteln und Gottes Segen von den beiden.
Im nächsten Stadtteil nahmen wir die Gelegenheit wahr, den zahlreichen 'Artesanias' (Händler, die handgemachte landestypische Waren wie Kleidung und Schmuck verkaufen) einen Besuch ab zu statten. Plötzlich hörten wir hinter uns lautes Rufen, drehten uns ungläubig um und sahen unsere älteren Stadtführer auf uns zu gehastet kommen. Völlig ausser Atem machten sie uns klar, dass sie vergessen hatten uns ihre Telefonnummer zu geben, auf dass wir jederzeit bei ihnen anrufen könnten wenn wir Probleme haben. Mit noch größerer Theatralik und noch mehr Segenswünschen verabschiedeten wir uns dann ein zweites mal!
Anschließend buchten wir beim Tour-Operator unseren Bike-Trip auf der Death Road, der gefährlichsten Straße der Welt, auf der jedes Jahr 200-300 Menschen ums Leben kommen! Daraufhin nahmen wir
ein schmackhaftes mexikanisches Essen zu uns inklusive diversen Coca-Bier um wieder zu Kräften zu kommen. Den Abend verbrachten wir dann zunächst im Hostel an der Bar, bevor wir uns, im Wissen den folgenden Tag fit sein zu müssen, mit zwei Chilenen aufmachten um die Häuser zu ziehen. Morgens um halb sechs waren wir dann auch mit einem guten Pegel wieder in unseren Betten!
Freitag, 14. Februar 2014
Nasca bis La Paz
Den folgenden Tag begannen wir mit einem gemütlichen Frühstück auf der Dachte!rrasse unseres Hostels. Danach ging es an die weitere Planung unserer Tour bis nach Manaus, was uns vor unvorhergesehene Probleme stellte, da die vorab geplante Route mehr Zeit in Anspruch nahm als gedacht. Nach gut einer Stunde hatten wir dann aber auch diese Hürde gemeistert und kauften unsere Bus Tickets nach La Paz. Der Flug über die Weltbekannten Wüstenlinien/Bilder von Nasca fiel für uns leider aus, weil wir schon recht spät dran waren und sie nur morgens oder abends gut zu sehen sind. Alternativ wäre noch die Möglichkeit gewesen zwei davon von einem Ausgangspunkt zu sehen, was jedoch nicht mit unserer Abfahrt nach Bolivien in zeitlichem Einklang stand. Deshalb verbrachten wir den restlichen Tag mit Shopping und rum gammeln, sowie auch einem Drink in einer Taverne wo wir uns noch auf der Wand verewigen durften, bis wir um 18.30Uhr dann die über 20stündige Reise über die Cordilleren nach La Paz in Bolivien antraten. Die Fahrt an sich verlief bis auf eine kleine Panne recht unspektakulär und ging zügig voran, auch der Gegenübertritt war reine Formsache. Landschaftlich waren die Berge sehr schön, Grün und immer wieder mit kleinen Canyons durchzogen, die vermutlich durch Erdbeben entstanden sind. Gegen 19Uhr erreichten wir dann den Stadtrand von La Paz, welcher uns nicht gerade von den Sitzen riss. Keine 30Minuten später wurden wir aber fürstlich belohnt mit einem grandiosen atemberaubenden Panoramablick auf das Lichtermeer, der in einem Talkessel gelegenen Andenmetropole! Am Ziel unserer Reise angekommen, war erst mal Nahrungsaufnahme Priorität, bevor wir uns daran machten wieder in einem der zahlreichen Hostels ein zu checken. An der Bar machten wir noch Bekanntschaft mit einer deutsch/schweizer Reisegruppe, die uns für die nächsten Tage noch ein paar Insider-Tips gab und spät nachts fielen wir dann Hundemüde in unsere Betten.
Von Lima nach Nasca
Den ersten Tag haben wir in Lima verbracht, ziemlich unspektakulär aber entspannt beim Shopping und Pisco Sour auf einer Terrasse mit tollem Meerblick. Aufgrund des leichten Jetleg waren wir abends auch bald wieder im Bett, da der Bus nach Nasca schon um 06.30Uhr am nächsten Tag abfuhr. Die fast 10stündige Fahrt führte uns die Panamericana südwärts durch die imposante Wüstenlandschaften. Zwischendurch wurden wir, wie auf langen Strecken meist üblich, vom Buspersonal mit Essen und Getränken verköstigt und in den Semi Cama ('halb Bett') - Liegesitzen konnte man entspannt die Bordfilme mitverfolgen.
Kaum in Nasca gegen 15.30Uhr angekommen haben wir uns auf die Suche nach einem erfrischenden Blonden gemacht, was wir auch sofort in Form von Tim (aus Stuttgart) gefunden hatten. Zusammen checkten wir im nächstbesten Hostel ein und begleiteten Tim auf einen Ausflug zum Wüstenfriedhof Chauchilla, auf dem es Massengräber mit sehr gut erhaltenen Mumien zu sehen gab. Dies verhalf uns zu einem ersten interessanten Einblick in die präperuanische Kultur. Danach machte sich Tim auf den Weg nach Arequipa und wir uns auf den Weg in die Bar um uns mal wieder etwas nahrhaftes zu gönnen. Nach einem ausgiebigen 2-Gang-Mahl für umgerechnet 2,50€ inklusive 665ml Bier pro Nase reichte es uns dann auch und waren alsbald im Bett.
Mittwoch, 12. Februar 2014
Die Ankunft
Die Männer 'stiegen in den Flughafen ein', voller Euphorie nahmen sie ein letztes zünftiges ''Weißwurscht-Frühstück'' zu sich um nicht vollkommen nüchtern die beschwerliche Reise antreten zu müssen... ;) Der Flug nach Toronto verlief gut, wenig Turbulenzen, gutes Essen, das ein oder andere kanadische Bier und die sanfte (Erdbebenähnliche) Landung auf schneebedeckter Bahn hielt sie bei Laune! Sogar der Anschlussflug nach Lima war trotz plärrendem Kind unproblematisch und letzten Endes fand die nächtliche peruanische Taxi Irrfahrt ein gutes Ende in einem kleinen Hotel im Stadtteil Miraflores!
Samstag, 8. Februar 2014
Los geht's
Sonntag Morgen, kurz nach sieben in Orsenhausen, Süddeutschland. Es ist kalt und noch dunkel, Zigaretten Qualm hängt in der Luft. Drei Männer haben nur ein Ziel, den Münchner Flughafen. Zwei von ihnen werden nicht wieder zurückkehren - sie sind auf dem Weg nach Peru!