Völlig verkatert von der wilden Sause vergangene Nacht, standen wir Punkt acht Uhr auf der Matte um die Todes Straße an zu treten. 45Minuten ausserhalb von La Paz stiegen wir halb torkelnd auf 4500m aus dem kleinen Bus und bekamen ein gutes stärkendes Frühstück, während dem wir unsere Mit-Racer besser kennen lernten. Hernach zogen wir unsere Rüstung an und es ging los. Was sich während der ersten paar Kilometer auf asphaltierter Straße wie eine lustige kleine Fahrradtour anfühlte, entpuppte sich wenig später als enorme Herausforderung für unsere Psyche! Die Straße wurde zur puren, Feldweg ähnlichen Schotterpiste, stetig steil bergab führend und zur linken Hand direkt ohne Auslaufzone über 1000m abfallend! Anfangs nur maximal 3 Meter breit mit engen Serpentinen, gesäumt von Schlaglöchern, Hügeln, Matsch und Wasserfällen, wurde es Kilometerweise immer breiter und schneller, bis wir schließlich (dank des Adrenalins) mit fast halsbrecherischem Tempo eine Kurve nach der anderen nahmen und über Stock, Stein, Hügel und Löcher schanzten! Das ging auch lange gut, bis schließlich unser Guide in einer Kurve die Haftung verlor und einen Astreinen Abflug machte! Zu seinem Glück gegen die Felswand und nicht den steilen Abhang hinunter... Dies hielt uns allerdings nicht davon ab, weiter Gas zu geben. Entlang der steilen Schlucht und einigen Gedenk-Kreuzen konnten wir nach jeder Kurve ein atemberaubendes Panorama und einzigartiges Naturschauspiel genießen wie es kaum in Worte zu fassen ist!
Nach insgesamt 63km erreichten wir alle wohlbehalten das Ende der Death Road wo uns ein eiskalter erfrischender Liter Bier erwartete. Zusammen ging es dann in ein kleines Restaurant mit angrenzendem Swimming Pool und kalter Dusche. Das all you can eat-Buffet wurde von unserer Gruppe bis zum letzten Krümel geplündert und die Sonne sorgte für das restliche Wohlbefinden.
Gegen 18Uhr stiegen wir dann wieder in den Bus um die heimfahrt an zu treten. Da die eigentlich geplante Umgehungsstraße gesperrt war, fuhren wir nun in der Dämmerung und alsbald in Dunkelheit bergauf die Death Road zurück, was selbst im dunkeln noch für den ein oder anderen Kick sorgte!
Dank unseres fahrerisch sicheren Chauffeurs kamen wir um 21.30Uhr wieder am Hostel an, gönnten uns noch ein Survivor-Bier und fielen völlig geplättet ins Bett!
Sonntag, 16. Februar 2014
Die Death Road
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