Mittwoch, 26. Februar 2014

Huayna Potosi Tag 3

Pünktlich um Mitternacht klingelte der Wecker, eine reine Katastrophe angesichts der Tatsache was uns für den heutigen Tag bevorstand! Nach einem schnellen Frühstück ging es los, Daniel ging es auch an diesem Tag nicht besser und so blieb er im Camp. Der Rest von uns zog mit Stirnlampe, Rucksack und Eisaxt den Berg hinauf!
Die ersten 3,5Kilometer ging es relativ steil immer im Slalom bergauf und waren recht gut zu meistern. Auf einer Höhe von 5600m bekam dann aber auch ich schließlich starke Kopfschmerzen. Da es von der Atmung her ging, taumelte ich mehr oder minder benommen von Schmerz weiter, versuchte mich auf die Musik in den Ohren zu konzentrieren und murmelte im Kopf diverse Mantras vor mich hin. Mit einigen aufmunternden Worten und mehreren Pausen als geplant erreichten wir dann den letzten Anstieg zum Gipfel, der mir dann noch völlig den Rest gab. Doch so kurz, 300m Weg und 150m Höhe,  vor dem Ziel wollte ich nicht aufgeben und sammelte meine letzten Reserven bis wir schließlich zu dritt auf dem Gipfel standen!
Der Sonnenaufgang, der viele Schnee und die grandiose Aussicht bis zum Titicaca See und ins 32km entfernte Lichtermeer von La Paz, ließen mich den Kampf mit meinem inneren Schweinehund sofort vergessen! Einfach unglaublich und nicht in Worte zu fassen!
Nun ja, nach 15Minuten Pause ging es dann wieder zurück zum High Camp um dort die Anderen zu treffen und gemeinsam wieder im Base Camp anzukommen. Der Abstieg war für mich dann fast nur noch monotones abwärts stolpern, zwar ohne Schmerzen, aber mit Schwindelgefühl verbunden. Auch das wurde dann mit jedem Meter weniger und im 'Tal' auf 4300m angekommen war ich zwar ziemlich Platt aber Glücklich!
Daniel hingegen hatte auch noch die nächsten drei Tage mit der Höhenkrankheit zu kämpfen als wir schon in Cusco waren, doch davon später.
Zurück in La Paz checkten wir in einem ruhigen Hostal ein und verbrachten dort die Nacht.

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